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Freiwilliges Engagement und Bürgergesellschaft (388)
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Aufbruch in die Bürgergesellschaft. Weniger Staat - mehr Eigenverantwortung | Hits: 0
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Hrsg. Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. 2003
Redaktion: Dr. Ralf Thomas Bausch und Dr. Michael Borchardt
Zusammenfassung
Weil der deutsche Sozialstaat in einer tiefen Krise steckt, ist mehr erforderlich als nur oberflächliches Korrigieren. Erforderlich ist eine tiefgreifende Diskussion im Geist der Gründer der Bundesrepublik Deutschland. Wenn sich Deutschland unter den Bedingungen der Globalisierung, unter den Bedingungen eines tiefgreifend veränderten Arbeits- und Erwerbslebens und nicht zuletzt unter den Bedingungen drastischer demographischer Veränderungen behaupten will, dann ist der Weg vom Versorgungsstaat zur Bürgergesellschaft unumgänglich.
Selbstkritik ist notwendig: Bei den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei den politisch Handelnden: Die Parteien und die von ihnen getragenen Regierungen haben in ihren Programmen die Illusion genährt, die Ansprüche an den Staat könnten immer weiter gesteigert werden.
Die Bürgergesellschaft ist die erste große Generationenaufgabe des 21. Jahrhunderts. Dazu gehören zwei Erkenntnisse: Erstens, dass der Staat aus eigenem Antrieb nichts von seiner Macht und damit auch von den Steuern und Abgaben, die er erhoben hat, zurückgeben wird und dass der Freiheitsraum deshalb durch die Bürgerinnen und Bürger erkämpft werden muss. Das setzt zweitens voraus, dass adäquate Rahmenbedingungen, dass wirksame Anreize zu mehr Eigenverantwortung geschaffen werden müssen.
Eine entscheidende Voraussetzung für die Entstehung einer aktiven Bürgergesellschaft sind klare finanzielle Verhältnisse und Zuständigkeiten: Steuer- und Abgabenregelungen müssen vereinfacht, Bürokratie muss abgebaut werden. Dazu gehört, dass wir Abschied nehmen von der Vorstellung, der Staat könne mit seinen Mitteln überall annähernd gleiche Lebensverhältnisse schaffen. Eine solche Einebnung der regionalen und kommunalen Unterschiede führt nur zur Versteinerung von Strukturen und nicht zu mehr Flexibilität und Mobilität.
So wichtig eine angemessene Interessenvertretung in einem demokratisch-freiheitlichen Staat ist: Die Verbände überschreiten ihre Befugnisse, wenn sie ihre Teilinteressen über das Gesamtinteresse stellen und so zu einem beinahe unüberwindlichen Veränderungshemmnis werden.
Die Bürgergesellschaft braucht Unternehmer, die erfolgreich sind. Schon das ist soziales Handeln, weil es Beschäftigung schafft und Wohlstand sichert. Für sie sind geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen. Steuerliche Fehlanreize sind ebenso wie ein Übermaß an Regulierungen und Auflagen zu beheben. Auswüchse eines kurzatmigen „Shareholder-Value-Denkens“ sind durch geeignete Maßnahmen wie gesetzliche Kontrollmechanismen und Transparenz zu verhindern.
In der Bürgergesellschaft wird die Schule als Aufgabe aller unmittelbar Beteiligten, das heißt, der Eltern, Schüler und Lehrer definiert. Das Verhältnis von Eltern, Lehrern, aber auch der Kommune als Trägerin der Schullast muss neu bestimmt werden. Auf dem Weg dorthin muss der Staat die Schulen in wesentlichen Bereichen in die Selbständigkeit entlassen. Den freien Schulen müssen gleiche materielle Bedingungen eingeräumt werden. Mit der Einführung eines Bildungsgutscheins könnte garantiert werden, dass alle Schüler gleiche Zugangschancen zu allen Schulen hätten.
Hochschulen müssen sich im nationalen und internationalen Wettbewerb bewähren, was unternehmerische Handlungsfähigkeit voraussetzt. Das wiederum bedeutet, dass die klassische Einordnung der staatlichen Universitäten in den meisten deutschen Ländern als nachgeordnete Ministerialbehörden der Vergangenheit angehören muss. Vorstellbar ist, dass die Universitäten schrittweise in Stiftungen oder stiftungsähnliche Strukturen überführt werden, so dass sie von den unberechenbaren Budgetzyklen der öffentlichen Haushalte unabhängig werden.
Alle Kultureinrichtungen können nach dem Prinzip von Hilfe zur Selbsthilfe schrittweise aus der staatlichen Gängelung entlassen werden. Dafür gibt es in Deutschland eindrucksvolle historische Beispiele. Entscheidend für das Gelingen ist auch hier der Abschied des Staates von der Idee der nachgeordneten Kultur- oder Bildungsbehörde und die Schaffung von Rahmenbedingungen zum Beispiel durch weitere Verbesserungen des Stiftungssteuerrechtes.
Die Bürgergesellschaft wird konkret erfahrbar und erlebbar vor Ort in den Kommunen. Dieser Mission sind sie zur Zeit entfremdet. Die Krise des Daseinsvorsorgestaates hat die Gemeinden dazu gezwungen, sich weitgehend als Reparaturanstalten gesellschaftlicher Missstände zu betätigen. Die Bürgergesellschaft braucht wieder starke Gemeinden, die Gestaltungskraft auf ihrem ureigensten Terrain besitzen: Bei der Städteplanung, der Gestaltung des öffentlichen Raumes, der Ordnung des Verkehrs, der Schaffung von Freizeit- und Sportstätten etc. Dafür ist nicht zuletzt eine Reform der Gemeindefinanzen und eine Verlagerung der Sozialstaatspflichten nach dem Verursacherprinzip notwendig.
Die konsequente Anwendung des Subsidiaritätsprinzips in einem bürgernahen Bundesstaat ist für uns auch die unverzichtbare Zukunftsstrategie für die künftige Gestaltung des vereinigten Europa. Zu den Rahmenbedingungen einer aktiven Bürgergesellschaft gehört auch eine Europapolitik, die auf starke Kommunen setzt und die Zentralismus, Bürokratismus und Regelungswut vermeidet
Wer die Bürgergesellschaft will, muss ihr in den Sattel helfen. Notwendig ist dafür eine Evaluierung bestehenden Rechts auf seine Tauglichkeit für bürgergesellschaftliche Lebensformen. Notwendig ist außerdem Nachhaltigkeit: Nicht kurzlebige Initiativen, sondern nur das langfristige Bohren dicker Bretter bringt die Bürgergesellschaft voran. Dazu kann und will die Konrad-Adenauer-Stiftung mit ihrer Arbeit einen Beitrag leisten. Die konkreten Ziele, die sich die Stiftung dabei setzt, sind in dem Kuratoriumspapier detailliert aufgeführt.
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Bürgerengagement in Deutschland. Bestandsaufnahme und Perspektiven | Hits: 45
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Heinze, Rolf G.; Olk, Thomas (Hrsg.):
Verlag Leske + Budrich · 2001
ISBN 3-8100-2707-3
571 Seiten.
Der Band diskutiert die Bedeutung des Bürgerengagements in der modernen Gesellschaft. In empirischen Studien werden Umfang, Zusammensetzung und Entwicklung der Gruppe der engagierten BürgerInnen präsentiert sowie unterschiedliche Modelle und Wege einer Förderung von Ehrenamt und Engagement durch Politik, Verwaltung und Verbände aufgezeigt.
Der Eindruck liegt nahe, dass das freiwillige Engagement ein „Allheilmittel“ für die Lösung gesellschaftlicher Probleme wie Massenarbeitslosigkeit, Politikverdrossenheit, schwindendes Vertrauen gegenüber Institutionen und Finanzkrise des sozialen Sicherungssystems darstellt. Im Gegensatz zu solchen Erwartungen wird andererseits ein Rückgang des Bürgerengagements in der „Ellbogengesellschaft“ beklagt. Welchen Beitrag kann Bürgerengagement zur Integration der Gesellschaft leisten? Wie hoch ist dieses Engagement, wer engagiert sich? Welche Möglichkeiten und Modelle gibt es, das Engagement der Bürgerinnen und Bürger zu fördern? Dies sind zentrale Fragen, mit denen sich der Band beschäftigt.
Aus dem Inhalt:
Rolf G. Heinze/Thomas Olk, Bürgerengagement in Deutschland - Zum Stand der wissenschaftlichen und politischen Diskussion Gesellschaftstheoretische Dimensionen des Bürgerengagements Thomas Olk:Sozialstaat und Bürgergesellschaft
Heiner Keupp: Bürgerschaftliches Engagement: Ein Motor posttraditionaler Ligaturenbildung
Bernhard Blanke/Henning Schridde: Bürgerengagement und aktivierender Staat
Gerd Mutz, V on der industriellen Arbeitsgesellschaft zur Neuen Arbeitsgesellschaft
Gisela Jakob: Wenn Engagement zur ,Arbeit' wird ... - Zur aktuellen Diskussion um freiwilliges Engagement im Wandel der Arbeitsgesellschaft
Holger Backhaus-Maul/Andreas Brandhorst: Mit Sicherheit Gutes tun - Über den Zusammenhang von sozialem Engagement und sozialer Sicherung
Adalbert Evers/Ulrich Rauch/Uta Stitz: Ist Engagement erwünscht? - Sein Stellenwert im Kontext eines Umbaus öffentlicher Dienste und Einrichtungen
Zur Empirie des Bürgerengagements
Rolf G. Heinze/Christoph Strünck: Freiwilliges soziales Engagement - Potentiale und Fördermöglichkeiten
Karin Beher/Reinhard Liebig/Thomas Rauschenbach: Vom Motivations- zum Strukturwandel - Analysen zum Ehrenamt in einer sich verändernden Umwelt
Thomas Gensicke: Das bürgerschaftliche Engagement der Deutschen Helmut Klages: Standorte und Strukturen des Engagementpotentials in Deutschland
Paul Dekker: Soziales Engagement in den Niederlanden
Ernst Kistler/Susanne Schäfer-Walkmann/Dorit Sing: Tanz auf dünnem Eis - Probleme und Perspektiven der Berichterstattung über Ehrenamt und gesellschaftlichen Zusammenhalt
Politische Initiativen und Förderstrategien
Konrad Hummel: Engagementförderung als politische Aufgabe - Am Beispiel eines Landesnetzwerkes
Christa Perabo: Jugendengagement und Landespolitik
Volker Eichener: Soziales Management und Revitalisierung von Nachbarschaft als Herausforderung sozial verantwortlicher Wohnungswirtschaft
Klaus Pfitzenreuther: Solidarisches Wohnen und Leben bei der Glückauf Wohnungsbaugesellschaft in Lünen-Brambauer
Levin von Trott zu Solz/Ansgar Wimmer: Wettbewerb und Modellprojekt „Bürgerorientierte Kommune - Wege zur Stärkung der Demokratie“ Joachim Braun: Bürgerengagement und kommunales Management Gisela Jakob/Heinz Janning: Freiwilligenagenturen als Teil einer lokalen Infrastruktur für Bürgerengagement
Helmut Breitkopf/Jürgen Matzat: Bürgerengagement und Selbsthilfegruppen-Unterstützung
Karin Esch/Josef Hilbert/Sybille Stöbe-Blossey: Der aktivierende Staat - Konzept, Potentiale und Entwicklungstrends am Beispiel der Jugendhilfe Jörg Bogumil/Lars Holtkamp:Kommunale Verwaltungsmodernisierung und bürgerschaftliches Engagement
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Bürgergesellschaft konkret – Initiativen und Erfahrungen in Nürtingen | Hits: 1
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Gabriele Langfeld, Hannes Wezel, Guido Wolf (Hrsg.)
Verlag Bertelsmann Stiftung
1. Auflage 2001, 244 Seiten
ISBN 3-89204-542-9
Seit zehn Jahren ist die Stadt Nürtingen – und mit ihr 40 000 Bürger – unterwegs zur Bürgergesellschaft und wurde so 1999 Bundessieger beim Wettbewerb »Bürgerorientierte Kommune – Wege zur Stärkung der Demokratie« der Bertelsmann Stiftung und des Vereins Aktive Bürgerschaft e.V. Der Nürtinger Weg, die Bürger an allen kommunalen Lebensbereichen zu beteiligen, schafft vielfältige Formen und Projekte bürgerschaftlichen Engagements.
Es geht in diesem Buch um »Ermöglichungshaltung« und »Anerkennungskultur«, um »lebenslanges Lernen« und eine »lebendige Kultur der Teilhabe«. »Bürgergesellschaft konkret« lotet zudem die baden-württembergische Projektlandschaft aus und wirft einen Blick über den Atlantik zu vorbildlichen Aspekten der Bürgerorientierung in Seattle, USA. Damit bietet diese Publikation einen reichen Fundus an Ideen für engagierte Bürger, Politiker, Studierende und Fachkräfte aus den Bereichen Planung, Verwaltung und Sozialwissenschaft.
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Bürgerorientierte Kommune - Wege zur Stärkung der Demokratie | Hits: 1
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Levin von Trott zu Solz (Hrsg.)
Projektdokumentation, Band 1: Hearing und Auftaktveranstaltung
Verlag Bertelsmann Stiftung
3. Auflage 1999, 80 Seiten
ISBN 3-89204-394-9
Wir leben in einer Zeit tief greifender Veränderungen unserer Gesellschaft, die bis in unser unmittelbares Lebensumfeld hineinreichen. Die Schlagworte sind geläufig: Globalisierung, Individualisierung, Ende der Arbeitsgesellschaft, Krise des Wohlfahrtsstaates, politischer Reformstau, Politikverdrossenheit. Die Bertelsmann Stiftung und der Verein Aktive Bürgerschaft möchten mit dem Projekt »Bürgerorientierte Kommune – Wege zur Stärkung der Demokratie« praktische Lösungen für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft herausstellen, ermöglichen und fördern. In einem Wettbewerb werden die Städte und Gemeinden gesucht, in denen vorbildliche Bürgerbeteiligung stattfindet und Bürgerengagement nachhaltig gefördert wird. Nach der Preisverleihung werden die Siegerkommunen im Rahmen eines Modellprojektes vernetzt, das dem Erfahrungsaustausch und der weiteren Verbesserung der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft dienen soll. Der vorliegende erste Band der Projektdokumentation berichtet über die bisherigen Arbeitsschritte.
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Bürgerschaftliches Engagement in Ostdeutschland. Potenziale und Perspektiven | Hits: 8
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Autoren: Backhaus-Maul, Holger; Ebert, Olaf; Jakob, Gisela; Olk, Thomas (Hrsg.):
Verlag Leske + Budrich · 2002
ISBN 3-8100-2855-X
Ca. 250 Seiten.
Im Buch wird anhand relevanter Milieus und Politikfelder eine differenzierte Engagementslandschaft im Osten Deutschlands sichtbar, die sich sowohl aus fortwirkenden sozialkulturellen Traditionen aus DDR-Zeiten als auch aus unkonventionellen und neuartigen Engagementerfahrungen der 90er Jahre speist.
Mit Beiträgen von: Holger Backhaus-Maul, Konstanze Billeb, Christian Döring, Olaf Ebert, Thomas Engemann, Thomas Gensicke, Andreas Hesse, Gisela Jakob, Irene Kühnlein, Karen Leonhardt, Simone Maaß, Christa Müller, Gerd Mutz, Thomas Olk, Lothar Probst, Angelika Reichelt, Roland Roth, Gabriele Schulz, Klaus Sieveking, Thomas Strittmatter, Bernd Wagner, Ulrich Wendte, Olaf Zimmermann
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Bürgertugenden und Gemeinsinn in der liberalen Gesellschaft: hat die liberale Gesellschaft noch Zukunft? | Hits: 1
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Autor: Schäuble, Wolfgang
In: Was hält die moderne Gesellschaft zusammen-: [Kongreß Was hält die moderneGesellschaft zusammen- Individualismus, Verantwortung,Gemeinschaft im 21. Jahrhundert, 1995, Karlsruhe], Hrsg. von Erwin Teufel. - Erstausg.,1. Aufl., Frankfurt am Main,1996, S. 63 - 78
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Der Dritte Sektor in Deutschland: Organisationen zwischen Staat und Markt im gesellschaftlichen Wandel | Hits: 1
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Autoren: Anheier, Helmut K., Priller, Eckhard
Berlin: Ed. Sigma, 1997. - 283 S.
KOMMENTAR:
Durch die wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen der letzten Jahre, insbesondere auch durch die Reduktion staatlicher Leistungen sind Stiftungen, Wohlfahrts- und Interessenverbände, Bürger- und Umweltinitiativen und andere nichtstaatliche Organisationen verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In der Diskussion über die Zukunft der modernen Gesellschaft nimmt dieser „Dritte Sektor" oder „Nonprofit-Sektor" einen zunehmend wichtigen Platz ein. Trotz der gestiegenen Erwartungen, die diesem zwischen Staat und Markt angesiedelten Bereich entgegengebracht werden, sind empirisch gesicherte Strukturdaten über ihn bislang nur lückenhaft verfügbar. Um diesem Mangel abzuhelfen, wurden in einem international vergleichenden Forschungsprojekt unter Federführung des John Hopkins Institute for Policy Studies erstmals umfassende Daten über Struktur, Ausmaß und Entwicklung des Nonprofit-Sektors erhoben. Die wichtigsten Ergebnisse zur Bedeutung, Gliederung und Finanzierung dieses Bereichs in Deutschland und im internationalen Vergleich sowie Fragen der künftigen Entwicklung des Dritten Sektors werden in diesem Band vorgestellt und diskutiert. Dem Aufbau des Dritten Sektors in den neuen Bundesländern wird besondere Konzentration gewidmet.
STICHWORTE: Wirtschaft, Organisation, Struktur, Staat, Marktwirtschaft, BRD, NBL, Vergleich, international, Frankreich, USA, ehrenamtlicher Mitarbeiter; Spendenwesen; Dritter Sektor; Spendenverhalten, Non-Profit-Bereich
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Ehre allein - das reicht nicht mehr. Zur Zukunft des freiwilligen Engagements in Deutschland | Hits: 0
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Autor: Kösters, Winfried
Lambertus Verlag
Dezember 2002, 132 Seiten
€ 11,00 / SFr 19,80
ISBN 3-7841-1436-9
Inhalt:
"Willst du froh und glücklich leben, lass kein Ehrenamt dir geben!" , dichtete Wilhelm Busch scharfzüngig vor mehr als hundert Jahren. "Gibst viel Geld aus, opferst Zeit - und der Lohn? Undankbarkeit!" Sind die in einem Ehrenamt engagierten Bürger am Ende die Dummen der Gesellschaft? Der Publizist und Dozent Winfried Kösters belässt es in seinem provozierenden Buch nicht bei einer Bestandsaufnahme bürgerschaftlichen Engagements, sondern spürt der Frage nach, wie die Zukunft des Ehrenamts aussehen könnte. Als Praktiker, Kösters arbeitet ehrenamtlich als Ortsvorsteher seines Stadtteils, belässt er es natürlich nicht beim theoretischen Ansatz, sondern zeigt auf, wie Nachhaltigkeit in der Politik eingefordert werden kann oder ganz pragmatisch mit wirtschaftlichen Sponsoren bei der Realisierung von Konzepten zum freiwilligen Engagement umgegangen werden sollte. Dabei spart er nicht mit praktischen Tipps, Checklisten und Hinweisen auf mögliche Kooperationspartner, wenn es darum geht, neue Projekte zu starten oder bestehende neu zu strukturieren. Eine Literaturliste und ein Verzeichnis der wichtigsten Organisationen samt Internetadressen machen das Buch zu einem unverzichtbaren Ratgeber für engagierte Freiwillige.
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Freiwillig – 100 Möglichkeiten, Gutes zu tun | Hits: 0
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„Eines fernen Tages werde ich nicht nach meinen Kontoauszügen gefragt, sondern danach, wie intensiv ich die Menschen und das Leben geliebt habe“.
Mit diesem eindrucksvollen Motto beginnt Rainer Haak, bekannter Autor, Theologe und Songschreiber, der vor allem durch die Veröffentlichung meditativer Geschenkbücher bekannt ist, sein Büchlein „Freiwillig – 100 Möglichkeiten, Gutes zu tun“. Einfühlsam, einfach und persönlich begibt sich Rainer Haak auf den Weg zu den Freiwilligen und berichtet über ihre Erfahrungen. Es sind Menschen, die Lust auf Menschlichkeit entdeckt haben. Es sind Menschen, die nicht nur über ihren Glauben reden, sondern auch nach
diesem Glauben leben und handeln. Es sind Menschen, die nicht nur den Staat als verantwortlichen sehen, sondern auch sich selbst als Bürger.
Vor dem Hintergrund seines christlichen Verständnisses der Nächstenliebe und der besonderen Würde des Menschen als Geschöpf Gottes verfolgt Rainer Haak die verschiedensten Möglichkeiten des Freiwilligenengagements. Das Buch ist voll von Beispielen und Berichten aus zahlreichen Ecken Deutschlands, Österreichs und der
Schweiz - wo Freiwillige die Aufgabe, ihren Nächsten Gutes zu tun,erkannt haben.
Rainer Haak überzeugt mit seinen einfachen Geschichten aus dem Alltag. Eine kleine Tat kann nicht nur glücklich machen oder gut tun, sondern durch kleine menschliche Taten wird unsere Gesellschaft insgesamt „lebenswerter und menschlicher“.
Das Buch ist in Vorwort und sechs Kapitel gegliedert. Die einzelnen Kapitel sind mit einer Überschrift und einem kleinen Denkanstoß versehnt. Dabei ist im Weiteren jede Kapitel in kleine Unterkapitel weitergegliedert.
Im Vorwort wird ein geschichtlicher Abriss des Ehrenamts zusammengefasst und des Autors Anliegen präsentiert. Dies geschieht kurz und knapp und ermöglicht auch einem in diesem Bereich unerfahrenen Leser einen sehr angenehmen Einstieg in das Ehrenamt bzw. die Freiwilligenarbeit. Die Rede ist auch z. B. von Fortbildung, Freiwilligenagenturen und gründlichen Einführungen in das Ehrenamt.
Viele Beispiele verdeutlichen das Thema: so erfahren wir z. B. über Christa L., die sich in einem Kirchencafe jeden Sonntagnachmittag engagiert. In diesem Kirchencafe kommen Menschen zusammen, die woanders nicht willkommen geheißen würden. Es sind psychisch Kranke,sozial Schwache und Menschen, die sich in ihrem Leben nicht
zurechtfinden.
In einer anderen Geschichte berichtet ein Ehepaar über ihr Engagement für Obdachlose in Berlin. Seit acht Jahren arbeiten Marie-Luise und Helmut B. für die Stadtmission im Winter für ein paar Monate. Marie- Luise erzählt von einer Erfahrung mit dem Obdachlosen Mario, dem sie die Füße wäscht und sein kaputtes Bein reinigt. Mario kommt am nächsten Tag wieder und sagt: „Mach es noch mal. Das war so wunderbar“.
Abschließend ein Beispiel von Renate S., die den Kontakt zu alten Menschen gefunden hat. Seit zehn Jahren engagiert sie sich in diesem Bereich, hat an einer Fortbildung teilgenommen und freut sich über regelmäßige Treffen mit Ehrenamtlichen, mit denen sie sich gegenseitig Erfahrungen auswechseln kann. Seit drei Jahren besucht sie regelmäßig
eine Alzheimer-WG. Über ihr Engagement mit Dementen sagt sie: „Ich habe viel Gutes in meinem Leben gehabt. Etwas davon kann ich hier zurückgeben.“
Es sind drei Beispiele von Freiwilligen, die für Andere und für die Gesellschaft da sind. Das Buch stellt über 100 Möglichkeiten sich freiwillig zu engagieren vor. Die Botschaft des Autors: Das Ehrenamt lebt und macht besonders heute glücklich - in der Zeit der Ego-Gesellschaft, der Einzelgänger und des ausgeprägten Individualismus. Der Autor bietet damit in ungezwungener Art und Weise einen Querschnitt über die Landschaft der Engagement-Möglichkeiten. Darum eignet sich das Buch gut für diejenigen Leser/innen, die Inspiration, gute Beispiele und Ratschläge bei ihrer Suche nach Engagementmöglichkeiten
benötigen.Im Grunde ist das Buch ein Dankeschön an alle Freiwilligen. Das Buch ist aber auch eine Einladung für mich, für Dich und für Sie, durch den Dienst am Nächsten ein Stück über sich selbst zu erfahren und die eigene Zeit in einer wunderbaren Aktivität für die Schwachen, die Kranken und Bedürftigen zu nutzen.
Katarina Piknova, AfED
Literaturhinweis: Rainer Haak, Freiwillig – 100 Möglichkeiten, Gutes zu tun. Lahr/Schwarzwald 2009. Verlag der St.-Johannis-Druckerei.
9,95 Euro
ISBN 978-3-501-05361-4
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Für eine solidarische Gesellschaft: was tun gegen Armut Arbeitslosigkeit und Ausgrenzung? | Hits: 1
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Autor: Mäder, Ueli
Ueli Mäder, Zürich: Rotpunkt-Verl., 1999. - 299 S. - Frühere Ausg. u.d.T.: Mäder, Ueli: Subsidiarität und Solidarität
ISBN 3-85869-178-X
KOMMENTAR:
Der Schweizer Soziologe äußerte sich bisher zu Freizeit und Tourismus. Die vorliegenden Betrachtungen sind weitgefasst, im Vordergrund stehen die Verhältnisse in der Schweiz und in Deutschland, doch auch Tendenzen in anderen westlichen Ländern werden erwähnt. Ausgangspunkt ist die Beschreibung des sozialen Wandels und der veränderten Werte, außerdem ein Blick zurück auf die Anfänge von Genossenschaften, sozialen Bewegungen und Selbsthilfe. Die konzeptionelle Umsetzung ist ziemlich knapp geraten, es wird viel Bekanntes zusammengefasst (Solidarität, Grundsicherung, ökosozialer Umbau usw.). Trotz einiger vorgestellter Projekte handelt es sich primär um eine Literaturauswertung mit den Ansichten von Sozialwissenschaftlern und Philosophen, untermauert durch Anmerkungsteil und Literaturverzeichnis. Viel Bezug besteht zu U. Beck (BA 1/97 u.v.m.) und bekannten Größen, aber auch zu unbekannteren Autoren. Politische Praktiker wie z.B. H. Ehrenberg (zuletzt: „Raus aus der Krise", Dietz 1999) werden viel konkreter.
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Hoffnung Gemeinwesen: innovative Gemeinwesenarbeit und Problemlösungen in den Bereichen lokaler Ökonomie, Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Benachteiligung | Hits: 1
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Ries, Heinz A.(Hrsg.)
Neuwied {u.a.]: Luchterhand, 1997- 418S.: graph. Darst.
ISBN 3-472- 03117-4
KOMMENTAR:
Wo finden sich in einer Gesellschaft, die sich durch die Zwänge einer globalisierten Ökonomie erpressen lässt und Massenarbeitslosigkeit, Armut und soziale Ausgrenzung zunehmend als Normalität zulässt, Möglichkeiten der Erhaltung und Weiderbelebung der alten Visionen von mehr Gerechtigkeit, Demokratie und Solidarität- In ihren Analysen decken die Autorinnen und Autoren destruktive Folgen neoliberaler Wirtschaftsideologie und -praxis auf und zeigen, wie ein ganzheitliches Denken neue Wege zur Problemlösungen auf lokaler Ebene eröffnen.Mit Beiträgen von Brigitte Billigen, Warnfried Dettling, Roland Eckert, Susanne Elsen, Mona Gupta, Wolfgang Hinte, Hans Günter Hünersdorf, Wolfgang Krebs, Dietrich Lange, Nikola Löns, Hejo Manderscheid, Hilde Ohlmeier, Norbert Preußer, Ursula Peters, Heinz A. Ries, Herbert Schacherer, Titus Simon, Harald Spehl, Silvia Staub-Bernasconi, Rainer Staubach, Bernd Steinmetz, Linda Steinmetz, Ursula E. Straumann, Thomas Wetzstein
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Jugend erneuert Gemeinschaft - Freiwilligendienste in Deutschland und Europa | Hits: 1
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Autor: Guggenberger, Bernd (Hrsg.)
Eine Synopse.Incl. Kommentierter Bibliographie zum Thema Pflichtdienste, S. 643 - 674
Nomos-Verlag, Baden-Baden, 2000, 718 S.
ISBN 3-7890-6272-3
Kurzbeschreibung:
Wenn freiwilliges Engagement, ein tragendes Element jeder Bürgergesellschaft, nicht abgerufen wird, nimmt die Gemeinschaft Schaden. Alle Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, sich für ein Jahr in einem Freiwilligendienst zu engagieren. Dies gilt erst recht, wenn der Wehrdienst und der an ihn gekoppelte Zivildienst faktisch fallen sollten.Eine auf Initiative der Robert Bosch Stiftung einberufene unabhängige Kommission von wissenschaftlichen Experten und jungen Bundestagsabgeordneten und Politikern aller Parteien legte 1998/99 ein Manifest zum Freiwilligendienst in Deutschland und Europa vor. Dieses Manifest bildet den Ausgangspunkt des vorliegenden Sammelbandes, der beanspruchen kann, das zentrale Referenzwerk zum Thema Jugendgemeinschafts- und Freiwilligendienste in Deutschland und Europa zu sein. Er informiert nicht nur über die rechtliche und „technische" Infrastruktur eines zukünftigen Freiwilligendienstes, sondern stellt die Jugendgemeinschaftsdienste auch in ihren historischen Ideenkontext und ihren aktuellen Debattenzusammenhang.Dieser Band ist für die politische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit unentbehrlich.
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