Aufbau eines Mentoring Projektes in der JVA Wiesbaden

Das Projekt“ Neue Wege der Berufsausbildung für junge Migranten – Verbesserung der Wiedereingliederungschancen junger Strafgefangener“ wird vom Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS, www.inbas.com) und der Justizvollzugsanstalt Wiesbaden durchgeführt. Leitendes Ziel ist die Vermeidung von Rückfällen in kriminelles Verhalten und die (Re-) Integration in den Arbeitsmarkt.

Im Einzelnen geht es darum, ein handlungsorientiertes Kompetenz- feststellungsverfahren zu erproben, mit dem tatsächliche Kompetenzen und Potentiale aufgezeigt und individuelle Förderempfehlungen ausgesprochen werden können, ein an individuellen Wünschen und Fähigkeiten orientiertes Berufsbildungsangebot zu realisieren und
ein Netzwerk aus Arbeitsmarktakteuren und Bildungsanbietern vorzubereiten, welches die Inhaftierten nach der Entlassung unterstützt.

Volunteer consult berät und unterstützt im dritten Arbeitsfeld den Aufbau eines Mentorennetzwerkes ehrenamtlicher Betreuer und Begleiter, die im Übergangsmanagement die entlassenen Jugendlichen bei der Berufs- und Arbeitssuche unterstützen und bei Lebensfragen helfen.

In bisher drei Workshops bereitete Volunteer consult die potenziellen Mentoren sowie die hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemeinsam auf ihre Zusammenarbeit vor.

Zunächst wurde geklärt, welche Rolle sie eigentlich übernehmen. Sind sie Freund, Vater oder Mutter, Helfer, Ideengeber, Impulsgeber usw.. So kristallisierte sich ein Aufgabenprofil heraus, was ein Mentor tut und was nicht. Die Grenzen seiner Handlungen wurden eindeutig beschrieben, genauso wie sein Anforderungsprofil. Er und sie müssen verlässlich sein, sich abgrenzen können, weitervermitteln, loslassen können, etc.. Dieses Aufgabenprofil hilft auch bei der Gewinnung weiterer Mentoren.

Ebenso wurden die organisatorische Rahmenbedingungen und Vorbereitungen geklärt. So zum Beispiel der Versicherungsschutz für die Mentoren, die organisatorische Anbindung, Ansprechpartner für die Mentoren in Hessen etc.. Das Mentoring-Projekt wird an den Förderverein JVA Holzstr. e. V. angebunden. Ein Ablaufschema beschreibt den Verlauf, wie ein Mentor zu einem Probanden kommt und wer weiterhin einbezogen werden muss. (siehe PDF-Datei).

In regelmäßigen weiteren Treffen möchten sich die Mentoren austauschen und sich regelmäßig fortbilden. In einem nächsten Treffen werden Inhalte von Fortbildungen besprochen. Der letzte Workshop dient dazu, erste Erfahrungen im Mentoring zu besprechen und zu supervidieren.

 Prozess JVA 

Institut für berufliche Bildung

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