Die EU-Förderung
 

Das Projekt „WohnTheke – Wohnen und Arbeiten in Hellersdorf“ wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Bis Mitte 2007  erhält die WohnTheke 185.000 Euro EU-Gelder für Maßnahmen, die der Stärkung der Wirtschaftskraft und dem Standortmarketing der Großsiedlung dienen. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf beantragte die Gelder für dieses Projekt im Programm „Wirtschaftsdienliche Maßnahmen im Rahmen bezirklicher Bündnisse für Wirtschaft und Arbeit“. Unter der Bezeichnung „WohnTheke – Leben und Arbeiten in Hellersdorf. Wirtschaftsstärkung und nachhaltiges Standortmarketing“ werden Projektziele angestrebt, die praktisch und konkret erlebbar sein sollen.


Die Projekte
 
In diesem Jahr werden die 2005 begonnenen, zum Teil von der EU geförderten Projekte fortgeschrieben und eine ganze Reihe neuer Vorhaben realisiert. Der Plan:
  • Eine Meta-Datenbank wird ins Netz gestellt, die alle Hellersdorfer Internet-Portale gewissermaßen in einer Hand konzentriert. Kein zeitraubendes Surfen mehr, um gezielt an lokale Informationen für Mieter, Gewerbetreibende und Unternehmer heranzukommen. Wird man vielleicht dank der Hellersdorfer Meta-Datenbank – jedenfalls was diesen Standort angeht – auf die Suchmaschine „google“ verzichten können.
  • Ein „virtuelles Unternehmerkolleg“ wird entwickelt. Via Internet werden sich dort schon bald Existenzgründer und junge Unternehmer für eine erfolgreiche Umsetzung ihrer Geschäftsideen selbst schulen können. Vor allem fürs Kaufmännische und die Vermarktung will die WohnTheke „griffige“ Instrumente ins Netz stellen.
  • Es werden Konzepte zur weiteren Nutzung des Breitbandkabelnetzes erarbeitet, an das über 17.000 Hellersdorfer Haushalte angeschlossen sind. Dieser Standortvorteil soll weiter „ausgereizt“ werden.
  • Zum 20. Jahrestag der Gründung der „Kommune“  Hellersdorf wird zu drei Fachveranstaltungen eingeladen. Die Themen sind „Wohnen und Arbeiten in der Großsiedlung“ (Frühjahr), „Gesundheitsmanagement“ (Sommer) und „Angewandte Wissenschaften“ (Herbst).
  • Es soll ein Netzwerk für Gästewohnungen geknüpft werden. Die Partner der WohnTheke verfügen über gut ausgestatte Appartements, die sich auch international vermarkten lassen.
  • Zudem wird die WohnTheke den SC Einheit Berlin bei der Organisation eines zweiten internationalen Boxturniers unterstützen. Das erste Turnier Mitte Oktober in Hellersdorf war der größte und wichtigste Berliner Vergleich des Jahres. Die Schirmherrschaft hatte Boxpromoter Wilfried Sauerland übernommen. Nach eigenem Bekunden wollte er damit deutlich machen, dass ein solches Engagement für den Sport gerade in einer Großsiedlung wie Hellersdorf unersetzlich ist.

Die „WohnTheke“
 
Die „Hellersdorfer WohnTheke“ ist eine Fortschreibung des so genannten „Hellersdorf-Projektes“ – einer von zwei Berliner Beiträgen auf der EXPO 2000 in Hannover. Es beschreibt und veranschaulicht die Strategie zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Großsiedlung. Die „WohnTheke – Wohnen und Arbeiten in Hellersdorf“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufwertung des Images der Großsiedlung. Die Erfahrungen, die die unterschiedlichen Partner bei ihrer Zusammenarbeit während der Weltausstellung gewonnen haben, waren der Ansatz für das Projekt „WohnTheke“.

Auch in Zukunft – so das Kalkül - sind für die Großsiedlung Image-stiftende Aktivitäten – verteilt auf mehrere Schultern - notwendig. Während anderswo Gemeinsamkeiten mit den Jahren oft abhanden gekommen sind, erlebt der Schulterschluss an sich konkurrierender Partner in Hellersdorf eine neue Qualität. Die WohnTheke will die Vorzüge der Großsiedlung sowohl für Wohnungs- und Gewerbemieter als auch für Investoren und Besucher öffentlich würdigen. Denn Hellersdorf hat es längst verdient, als ein gutes Stück Berlin, auch des „Neuen Berlin“, wahrgenommen zu werden.

Es wurde bauliche Vielfalt gefördert und mit der „Hellen Mitte“ ein modernes Stadtzentrum für die Großsiedlung geschaffen. Hier ist der Beweis erbracht, dass dank Sanierung und Modernisierung die Wohnqualität in der „Platte“ ohne Abstriche auf zeitgemäßen Standard gebracht werden kann. Das Gros der so genannten Plattenbau-Wohnungen – 35.000 – ist auf der Grundlage eines vorbildlichen Quartierskonzeptes saniert und modernisiert. Die so oft geschmähte „Platte“ erweist sich als äußerst variabel. Mit Grundrissänderungen, der Herrichtung von Maisonettes, mit der Nachrüstung von Aufzügen und Balkonen, mit den schönsten Hinterhöfen Berlins hat Hellersdorf den Anschluss an die Zukunft gefunden. 


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